LONG-COVID-19-REHABILITATIONS-BEHANDLUNGEN IN DER AUGUST-BIER-KLINIK

Von den Corona-infizierten Menschen, dies schließt sowohl leichter als auch schwerer betroffene Personen mit ein, tritt zum Teil unmittelbar, meist jedoch Wochen oder Monate später, ein schweres Folgesyndrom, das LONG-COVID-19-Syndrom oder Post-Covid-19-Syndrom auf. Der Anteil von Spätfolgen schwer Betroffener schwankt zwischen 10 und 40 %, auch 25 % der leichter betroffenen infizierten Menschen zeigen hier schwere Symptome.

Im Mittelpunkt dieses Post-COVID-19-Syndroms stehen neben Atemstörungen und allgemeinen Belastungseinbußen häufig neurologische Symptome. Unter den schwerer betroffenen Patienten finden sich hier teilweise schwere Lähmungserscheinungen, in manchen Fällen sind alle vier Extremitäten betroffen mit Immobilität und Bettlägerigkeit. Das häufigste Begleitsymptom bei einem Long-COVID-19-Syndrom ist jedoch bei bis zu 70 % eine deutlich erhöhte Müdigkeit, die nicht nachzulassen scheint, und eine erhöhte Erschöpfbarkeit für Tätigkeiten jedweder Art. Auch Schlafstörungen und depressive Reaktionen werden häufig beobachtet.

Auf neurologischem und neuropsychologischem Gebiet finden sich alle Formen kognitiver Einschränkungen. Diese können das Denken, die Informationsverarbeitung und Informationsverarbeitungsgeschwindigkeit, die Konzentration und Aufmerksamkeit sowie das Gedächtnis und auch die Sprache in Form von vermindertem Sprachtempo und Wortfindungsstörungen betreffen. Neuere Studien und Beobachtungen zeigen, dass die Schwere der Post-COVID-Langzeitsymptome nicht unmittelbar in direktem Zusammenhang mit der anfänglichen Erkrankungsschwere zu stehen scheint.

Ein Teil der Long-COVID-19 Patienten, die wir in der AUGUST-BIER-KLNIK, Fachklinik für Neurologie, Neurotraumatologie und Rehabilitation in Bad Malente-Gremsmühlen behandeln, wurde zuvor über viele Tage bis zu mehreren Wochen auf einer Intensivstation beatmet. Diese Patienten sind häufig von einer sogenannten Critical-Illness-Polyneuropathie und –myopathie betroffen. Dies bedeutet, dass im gesamten Körper nach der längerfristigen Beatmung viele Nervenbahnen in ihrer Funktion gestört sind, somit Bewegungsstörungen und Immobilität damit einhergehen und behandlungspflichtig sind. Teilweise sind dann begleitend oder auch als Folge die Muskeln betroffen, eine allgemeine Muskelschwäche ist das Ergebnis.

Die AUGUST-BIER-KLINIK behandelt seit einiger Zeit betroffene Patienten mit diesem Long-COVID-19-Syndrom und kann mit hohem Engagement unserer kompetenten und erfahrenen Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopädinnen und den in unserem Haus tätigen hoch spezialisierten Neuropsychologinnen im Rahmen etablierter Neurorehabilitationsprogramme diesen Patienten sehr spezifisch helfen. Neben einer differenzierten Diagnostik sowohl der körperlichen, psychischen und neuropsychologischen Defizite, kann hier ein individuelles Rehabilitationsprogramm zusammengestellt werden, um diese Patienten bei der Bewältigung der lang anhaltenden Beschwerden nach einer Corona-Infektion zu unterstützen. Moderne Computer gestützte Tablet-Trainings für die kognitiven Funktionen sind ebenso wie eine Vielzahl moderner apparativer Verfahren (Armeo-Armtrainer, Galileo-Vibrationsmethode, Cross-Trainer u. a.) in diesen Behandlungsprogrammen enthalten und ergänzen die traditionellen Verfahren.

Die AUGUST-BIER-KLINIK ist für Anfragen jedweder Art offen, interessierte Patienten*innen und Angehörige werden von uns gerne über Möglichkeiten der stationären Rehabilitation und ambulanten Diagnostik und Behandlung nach COVID-19-Infektion informiert.

Auch die Medien haben schon mehrfach über die LONG-COVID-19-Behandlung in der AUGUST-BIER-KLINIK berichtet – lesen Sie nachfolgend zum Beispiel den Beitrag aus dem „Ostholsteiner Anzeiger“ vom 22. April 2021 oder schauen Sie sich den Beitrag aus dem „Schleswig-Holstein Magazin“ vom 1. Juni 2021 an.

Beitrag vom „Schleswig-Holstein Magazin“
Beitrag aus dem „Ostholsteiner Anzeiger“